Apple iPad – Werkzeug oder Spielzeug für Fotografen?

Das Magazin PROFIFOTO hat in der Ausgabe 12/2010 eine Umfrage zum Thema “Apple iPad – Werkzeug oder Spielzeug für Fotografen” veröffentlicht. Dazu wurden 5 Personen befragt: Hendrik Teneues vom teNeues Verlag, Patrik Ludolph (Blogger, Dozent, Fotograf), Marcel Quietzsch (Bildbearbeiter, Web-Designer, Teilzeitfotograf), Raimund Appel (Presse- und Eventfotograf) und ich. Mein Interview kann hier nachgelesen werden:


1) Was hat das iPad, was andere Netbooks oder Laptops nicht haben?

Das iPad ist leicht und kompakt. Passt in jede Tasche und hat eine sehr hohe Akkulaufzeit. Es ist wie ein Smartphone ständig online verfügbar und bietet einen Pushdienst für Emails. Es braucht nicht hochgefahren zu werden und ermöglicht dadurch einen schnellen Zugang. Aufgrund des brillanten Bildschirms ist es bestens für die Bild- und Videopräsentation geeignet, auch wenn man mit einem größeren Kreis von Personen zusammensitzt, da der Bildschirm bei seitlichem Blick noch sehr gut einsehbar ist. Viele interessante Apps unterstützen perfekt das Tagesgeschäft oder laden zum Spielen ein.


2) Für welche Anwendungen nutzen Sie das iPad?

Natürlich erstmal für Email, Kalender, Kontakte und Internetzugang. Mit FlexFolios präsentiere ich Fotos beim Kunden als Ersatz für die klassische Mappe. LightTrac unterstützt den Locationcheck bei Architekturaufnahmen. Es ermöglicht mir die Planung der besten Aufnahmezeit, abhängig vom Sonnenstand. Flipboard lässt mich übersichtlich durch meine Twitter- und Facebook-Accounts surfen, so als würde ich in einem Magazin blättern. Mit Adobe Ideas skizziere ich unterwegs Ideen oder mache mir Notizen. Diese App ist sehr gut in Briefinggesprächen nutzbar. Beim Tethered Shooting ermöglicht mir Air Display, daß weitere Personen am Set die live entstehenden Fotos mitverfolgen können, da das Mac Book nur einem begrenzten Personenkreis eine wirklich gute Ansicht ermöglicht. Diese App macht das iPad zum zweiten Bildschirm am Mac Book. Für den Datenaustausch zwischen dem iPad und meinen anderen Mac’s nutze ich Dropbox. Für den Location Based Service im Sinne von Social Markting benutze ich Gowalla auf iPad ind iPhone. Zum Entspannen und Abschalten für zwischendurch fahre ich dann schnell mal ein paar Runden mit Need for Speed.


3) Wie können Fotografen das iPAD gewinnbringend einsetzen? Wie nutzen Sie das iPad in Hinblick auf Bildpräsentation, sozial Networking und Kundenaquiese?

Kundenaquiese geht bei mir inzwischen vorwiegend über social Networking und Internetpräsenz. Dafür ist das iPad eine große Hilfe, um u.a. bei Twitter, Facebook und Gowalla sowie Xing häufig genug aktiv zu sein. Meine bevorzugte App für Twitter ist Osfoora. Zur Kundenpflege nutze ich neuerdings auch die App Funcard der deutschen Post. Damit kann man unkompliziert und schnell vom gerade gelaufenen Shooting dem Kunden eine Bildpostkarte auf den Schreibtisch schicken. Für die Bildpräsentation im klassischen Mappensinne verwende ich heute die App FlexFolios. Im laufenden Shooting im Tethered Mode nutze ich manchmal das iPad als zweiten Bildschirm am Mac Book, um einen größeren Personenkreis beim Kunden am Set mit einzubeziehen.


4) Welche (Foto-) Apps haben sich aus ihrer Erfahrung heraus bewährt? Ihre Empfehlungen…

Für die spontane Bildbearbeitung zur visuellen adhoc-Kommunikationen in Twitter und Facebook habe ich die Apps Photogene und TiltShiftGen für unterwegs auf meinem iPad. Ansonsten sind die oben erwähnten Apps meine Empfehlungen, die sich bewährt haben. Darüber hinaus nutze ich für die Berechnung für Time Laps Filme noch den MiLapse Moco Calculator, eigentlich eine iPhone App. Nicht direkt (Foto-) Apps, aber trotzdem sehr hilfreich sind GoodReader für Datei- und Dokumentenmanagement sowie Wikihood+ für spontane Sightseeing Touren, wenn ich außerhalb Frankfurts unterwegs bin und etwas zeitlichen Leerlauf habe.

One Comment

  1. Stefan Spieler
    Nov 25, 2010 @ 12:10:19

    Vielen Dank für die Auflistung der Apps – sind tatsächlich noch welche dabei die ich nicht kannte.

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